Donnerstag, 29. Oktober 2009

Fortsetzung Tunesien 2009 Teil 3


Nachdem mein Kollege, der schon eine Woche in diesem Ödland verbrachte, mich begrüßt hatte, entgegnete er auf mein entrüstetes Gesicht, das ich mir erst einmal den Speisebereich ansehen müsse. Er zeigte mir einen Raum, ca. 40qm groß, in dem sich ein Kühlschrank ein Plastiktisch und zwei Plastik Monoblockstühle befanden. Dieser Raum war so leer, das er ohne Probleme mit dem Hall der Philharmonie in Köln hätte mithalten können. Die angrenzende Küche ließ dann meinen Atem stocken, und sofort beschloss ich, das ich nur Speisen und Getränke aus diesem Zimmer zu mir nehmen wollte, die auch ganz bestimmt abgekocht waren. So setzen wir und dann an den Tisch, und ich hob den Deckel mit dem mein Teller abgedeckt war um mein erstes Abendmahl unter die Lupe zu nehmen. Von der Optik sollten es wohl Bratkartoffeln sein, schön angebräunt regten sie unseren Gaumen an, doch nach dem ersten Bissen musste ich / wir feststellen, das die Kartoffeln schon mittags gebraten wurden, und den ganzen tag im Öl schwimmend darauf warteten von uns verspeist zu werden. Auf meine Nachfrage bei meinem Kollegen nach einer Mikrowelle entgegnete dieser, das der Kunde wohl vor 3 Monaten an einem Trafo eine Phase gegen Erde kurzgeschlossen hatte, und aufgrund dieses Ereignisses alle elektronischen Geräte der Firma beschädigt wurden, das hieß, Fax, Telefon, Mikrowelle und alle Klimaanlagen hatten diesen Anschlag der Berber nicht überlebt. Anstatt die beschädigten Geräte auszutauschen, weil man wollte ja Monteure beherbergen, schob der Kunde den Zulieferern der defekten Geräte den schwarzen Peter in die Schuhe. Diese entgegneten zu Recht, das selbstverursachte Störungen im Einspeisenetz die zu Geräteschäden führen wohl nicht ein Garantiefall wären. Das sah der Mann allerdings anders, und so wurde ein Rechtsstreit entfesselt, welcher den Kunden aber nicht veranlasste die defekten Geräte auszutauschen...........To be Continued

Sonntag, 25. Oktober 2009

Fortsetzung Tunesien 2009


Der optische Eindruck hob mich dann doch ein wenig von den Socken, gegossene Betonteile, frisch verputze Wandteile und neulackierte Türen, die wahllos verteilt im Empfang herumlagen. Mein Koffer wurde auf die erste Etage gewuchtet, und ich folgte meinem Gepäck über eine, mit 5mm Staub und Bauschutt belegte Marmortreppe. Auf der ersten Etage sollte sich unser Wohnbereich befinden, 4 kleine Appartements sollten für die behaglichkeit bei den Monteuren sorgen. Auch auf dieser Etage befand sich in jeder Ritze eine deftige Staubschicht, weil nicht wie bei uns die Wände glatt verputzt werden, nein hier werden Wände und Boden nach aufbringen geschliffen. In meinem Zimmer dann die totale Ernüchterung, 15qm, ein Bett 90 x 180 und ein Kleiderschrank, die Klimaanlage als defekter teilzerlegter Wandbehang und ausser reinweißen Wänden nichts anderes...............To be Continued

Tunesien 2009

Hallo, hier bin ich,
die Langeweile, die Einöde treibt mich dazu, mal das Bloggen anzufangen. Am Montag den 19.10. flog ich mit der Tunisair von Frankfurt nach Tunis. Ich wurde am Flughafen von meinem Kunden mit einem Pickup abgeholt. Mir wurde schon vorher gesagt, das sich der Einsatzort ca. 2 Autostunden südwestlich von Tunis befinden würde, und das Aufgrund der Tatsache, das sich kein Hotel in der Nähe der Fabrik befinden würde, man in Kundeneigenen Appartements wohnen müsse.So ließ ich dann die Fahrt über unausgeleuchtete äüsserst holprige Straßen über mich ergehen. Nach etwa 2 1/2 Stunden bremste der Fahrer dann sehr apprupt ab, um dann den Pickup zu wenden und in einen kleinen Seitenweg einzubiegen, nach ca. 100m zeigte sich auf der linken Seite ein erleuchtetes Fabrikgebäude, welches alles andere als den Eindruck eines fertig bewohnbaren Gebäudes erahnen ließ. Der erste Eindruck bestätigte sich nach der Begrüssung des nur französisch / arabisch sprechenden Betriebsleiters, beim Betreten des Bürotraktes. Sofort stiess einem der beissende Geruch von frischer, nicht wasserlöslicher Farbe in die Nase...........................To be continued